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Weihnachtsgrüße 2012

Marktgemeinderat Regenstauf

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Böhringer, liebe Kolleginnen und Kollegen des Marktgemeinderats, sehr geehrte anwesende Gäste und Zuhörer

Diese Wahlperiode, für mich die zweite, geht langsam zu Ende. Kommendes Jahr gilt es wieder Listen für die Kommunalwahl 2014 aufzustellen. Erlauben Sie mir deshalb, einen persönlichen Rückblick über die letzten 10 Jahre anzustellen.

Für mich als Christ ist maßgebend, ob ich zu Weihnachten dem Kind in der Krippe etwas darbringen kann, ähnlich den Hirten, ähnlich den drei Königen. Stehe ich als Kommunalpolitiker nach 10 Jahren diesbezüglich mit leeren Händen da oder habe ich irgendetwas anzubieten? Ist es etwa bemerkenswert,
-    dass ein Siegfried Böhringer 2002 damals mit meiner Stimme wieder zum Jugendbeauftragten gewählt wurde, meines Wissens die einzige Abstimmung, in der es bei 13 zu 12 auch entscheidend auf meine Stimme tatsächlich einmal angekommen ist,
-    dass die Büchereien immer noch großzügig unterstützt werden, nachdem 2003 die freiwilligen Leistungen zunächst deutlich gekürzt worden waren,
-    dass die Friedhöfe mit meinem vielleicht entscheidenden Wortbeitrag (?) mehrheitlich für alle Bestattungsunternehmen geöffnet wurden,
-    dass kommunale Grundstücke gentechnikfrei bewirtschaftet werden,
-    dass das Gewerbegebiet Unterhaslach auf Eis gelegt wurde,
-    dass nunmehr an einem Wohnungskonzept gearbeitet wird?

Viel Messbares bei den Entscheidungsfindungen in den politischen Gremien habe ich sicherlich nicht vorzuweisen. Habe ich sonst etwas (positives) bewirkt?

Im Zusammenhang mit dem Wechsel von Kollegin Frau Wittmann zur CSU bin ich angesprochen worden, ob es denn wirklich so schlimm im MGR ist. Ich habe geantwortet, dass in dieser Periode überwiegend gut und sachlich zusammengearbeitet wird, dass auch die Stimme der ödp durchaus schon mal angehört wird. Meinen Gesprächspartner hat es gefreut zu hören, dass es inzwischen in den Regenstaufer Gremien etwas demokratischer zugeht.

Ganz anders habe ich die vorhergehende Periode in Erinnerung, ohne das vertiefen zu wollen. Die demokratische Kultur war nicht gerade gut. Inzwischen fühle ich mich akzeptiert und respektiert.

Allerdings weiß ich nicht, ob es daran liegt, dass ich mich trotz aller Widrigkeiten behauptet habe oder weil der Wähler 2008 ein klares Zeichen für eine andere Politik gesetzt hat. Immerhin war die ÖDP nach meiner Erinnerung die einzige Partei mit einem Stimmenzuwachs.

Kann ich diesen Wahlerfolg vor die Krippe legen? Ist es schenkenswert, dass ich durchgehend meine Unabhängigkeit bewahrt habe, meine Stimme niemals und niemanden verkauft habe? Zuletzt bin ich sinngemäß angesprochen worden: Wir müssen etwas unternehmen, sonst wird Bürgermeister Böhringer wiedergewählt. Mit so etwas kann ich nichts anfangen. Unser Siegfried Böhringer leistet gute Arbeit, die Rolle des Bürgermeisters ist ihm auf den Leib geschnitten. Wenn er wiedergewählt wird, dann hat er das sicher durch fleißige und harte Arbeit verdient. Ich könnte damit gut leben.

Mir liegt es nicht, mich mit anderen gegen eine bestimmte Person zu verbünden. Falls ich mit unserem Bürgermeister unzufrieden sein sollte, bin ich Manns genug, das mit ihm selbst auszufechten.

Aber im Grunde steht es mir nicht zu, mich selbst zu bewerten. Ich muss es auch nicht. Denn vor die Krippe mit dem Jesuskind darf jeder schließlich auch mit leeren Händen hintreten.

Erwähnenswert ist für mich, dass die beiden großen Fraktionen in dieser Periode nicht alle Ämter nur unter sich aufgeteilt haben, wie in der vorherigen, dass z.B. Frau Thea Lohner-Strebl zur Seniorenbeauftragten bestimmt wurde. Aus meiner Sicht war das ein gute Entscheidung. Denn in einer guten demokratischen Kultur sollte sich jeder über die Parteigrenzen hinweg einbringen können. Jedes Talent und jedes Engagement im MGR sollte genutzt werden. Vorbildlich hätte ich es gefunden, wenn zusätzlich die Bürgermeister entsprechend der Fraktionsgröße aus drei verschiedenen Gruppierungen gewählt worden wären. Vielleicht ergibt sich so etwas in der nächsten Periode.

Ansonsten will ich festhalten, dass es sich in Regenstauf und seinen Ortsteilen gut leben lässt, dass im ablaufenden Jahr wieder einiges auf den Weg gebracht wurde. Andererseits weiß jeder schon von zu Hause her, dass die Arbeit nie aufhört, wie schnell allein ein Garten verwildert, wenn er vernachlässigt wird. Auch eine Gemeinde ist ständig gefordert. Die Hauptlast tragen hier Bürgermeister und unsere Beschäftigten. Ihnen gebührt für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung.

Allen Anwesenden hier und allen Bürgern von Regenstauf wünsche ich ein gesegnetes, frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Neue Jahr 2013. Den Dankesworten meiner Vorredner schließe ich mich gerne an.

Regenstauf, 11.12.2012
Marktgemeinderat Josef Angerer, ödp


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