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Pressemitteilung

ÖDP-Vortragsabend in Donaustauf – Energiewende bleibt zentrales Thema

Auf ein Wort und auf eine Halbe mit der ÖDP - unter diesem Motto lud der ÖDP Kreisverband Regensburg-Land gemeinsam mit dem ÖDP Ortsverband Donaustauf am 21.02.2026 in den „Sportgarten“ in Donaustauf zum Vortrag „Wie geht es mit der Energiewende weiter?“

Die ÖDP betonte ihre Rolle als ökologische Stimme im Regensburger Kreistag und stellte klar, dass Klimaschutz und erneuerbare Energien nicht gegen Naturschutz ausgespielt werden dürfen. „Die Frage ist nicht ob, sondern wie wir Windenergie ausbauen, so dass sie naturverträglich und gesellschaftlich akzeptiert ist“, erklärte die Kreisvorsitzende Katharina Del Bianco.

Als Gastredner sprach der Energieexperte Josef Gold aus Kirchroth, Gründer der Gold-Solar-Wind Management GmbH. Mit rund 50 Mitarbeitenden projektiert und betreibt er Wind- und Photovoltaikanlagen. Was ihn antreibt ist der Klimaschutz und erneuerbare Energien sind die Lösung.

Fast alle 2024 weltweit neu gebauten Kraftwerke nutzen erneuerbare Energie. In Deutschland decken sie rund 60 Prozent des Stromverbrauchs. Wichtig ist, dass nun auch die Netze und Großspeicher mitwachsen.

Gold sprach sich gegen Scheinlösungen aus: Atomstrom ist teurer als Wind- und Solarenergie, Wasserstoff und E-Fuels teurer als direkt genutzter Strom.

Standorte für Windkraftanlagen in Höhenlagen mit geeignetem Windaufkommen sind im Raum Regensburg auch immer Standorte im Wald. Hier muss ihr Beitrag zum Klimaschutz gut gegen den Naturschutz abgewogen werden. Probleme werden aber oft überzeichnet. Für die Aufstellung und Zuwegung einer 6–7-Megawatt-Anlage wird nur rund ein halber Hektar benötigt.

Sein Fazit: Der Ausbau der erneuerbaren Energien, Netze und Speicher kann wirtschaftlich und mit Rücksicht auf Arten- und Landschaftsschutz umgesetzt werden.

In der folgenden regen Diskussion beantwortete er fachliche Detailfragen und ganz praktische Fragen der Zuhörenden.

Die ÖDP-Kreistagskandidierenden setzten in der Gesprächsrunde weitere Schwerpunkte: Franz-Xaver Löffl hob die Bedeutung der Ökomodellregion hervor: ökologischer Landbau und Artenschutz seien Lebensgrundlagen. Hans Schmid und Herbert Hanwalter warben für solide Kreisfinanzen: Die Kreisumlage müsse mit Augenmaß gestaltet werden, Investitionen nachhaltig sein.

Der Abend zeigte, dass die Energiewende im Landkreis gelingen kann, wenn Klimaschutz, Naturschutz und wirtschaftliche Vernunft zusammen gedacht und Entscheidungen transparent diskutiert werden.

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